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Zeitschaltuhren

Was ist der Unterschied zwischen analogen und digitalen Zeitschaltuhren?

 

Mechanische/ Analoge Zeitschaltuhr

Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal für Zeitschaltuhren ist wie die Uhr arbeitet, elektrisch oder mechanisch. Man unterscheidet deshalb analoge (mechanische) und digitale (elektrische) Zeitschaltuhren voneinander.

Analoge Zeitschaltuhren verfügen zumeist über einen übergeordneten Handschalter, mit dem das Gerät dauerhaft ein, aus oder in den Automatikbetrieb versetzt werden kann. Über Schalttasten, die kreisförmig angeordnet und jeweils einer Uhrzeit zugeordnet sind, wird die Stromzufuhr zum Verbraucher gesteuert. Herausgezogene Schalttasten bewirken das Schalten der Uhr.

 

Elektrische/ Digitale Zeitschaltuhr

Eine digitale Zeitschaltuhr zeigt das Schaltprogramm und viele weitere Informationen über ein LC-Display an. Sie bietet im Gegensatz zur analogen Schaltuhr weitaus mehr Möglichkeiten der Programmierung und Steuerung. Für eine definierte Anzahl von Speicherplätzen können Schaltprogramme definiert werden, die dann automatisch durch die Schaltuhr ausgeführt werden.

 

 

Welche Varianten einer Zeitschaltuhr gibt es?

Es gibt verschiedene Ausführungen von Schaltuhren, so unterscheidet man generell nach Tages-, Wochen-, Jahres- und Astroschaltuhren. Den wesentlichen Unterschied macht dabei der Zyklus, nach dem sich ein Schaltprogramm wiederholt.

Eine Tagesuhr wiederholt das Schaltprogramm nach 24 Stunden. Ein Schaltprogramm wird somit für einen Tag definiert. Mit einer Wochenschaltuhr können für jeden Tag individuelle Schaltzeiten festgelegt werden. So ist eine typische Anwendung die Steuerung von Beleuchtungen, beispielsweise in einer Tiefgarage. Jeden Morgen wird das Licht dauerhaft ein, über Nacht dauerhaft ausgeschalten. Am Wochenende, also für Samstag und Sonntag, werden die Ein- und Ausschaltzeiten etwas abgeändert. Für jeden Tag kann so ein individuelles Programm definiert werden.

Mit einer Jahresschaltuhr lassen sich Ferien und Feiertage bequem regeln. So können in Schulen beispielsweise über die Ferien die Lampen alle dauerhaft ausgestellt werden. Für normale Schulwochen kann die Ein- und Ausschaltung gesondert programmiert werden.

Eine Astroschaltuhr ist eine spezielle Variante einer Schaltuhr. Sie bietet die Möglichkeit nach vorprogrammierten Sonnenaufgangszeiten und Sonnenuntergangszeiten zu schalten. Dabei werden die Zeiten je nach Standort von der Schaltuhr automatisch und für jeden Tag neu berechnet. Beispielsweise für die Beleuchtungssteuerung von Schaufenstern oder die Außenbeleuchtung von Häusern, bietet sich diese Art einer Schaltuhr an. Zum Sonnenuntergang werden die Lichter angeschaltet, bei Sonnenaufgang wieder aus. Sie ist als Tages- und Wochenuhr erhältlich.

 

Wo werden Zeitschaltuhren eingesetzt?

Es gibt unzählige Einsatzgebiete für Zeitschaltuhren, die in Ihren Funktionen nicht unterschiedlicher sein könnten. Zu den gängigsten Anwendungen zählt sicher die private und gewerbliche Steuerung der Beleuchtung in Innenräumen und Außen. Dazu zählen auch die Beleuchtungssteuerung von Straßenlaternen, die Schaufensterbeleuchtung und die automatische Steuerung von elektrischen Rolläden. Ebenfalls gesteuert werden können beispielsweise Heizungsanlagen, die somit die Temperaturregelung für Räume ermöglichen. Bei Nacht wird gespart, wenn tagsüber Personen anwesend sind, wird geheizt. Auch komplexere Anwendungen wie z.B. die Steuerung einer kompletten Lüftungsanlage sind so möglich. Weitere Beispiele sind die Steuerung von Motoren in Anlagen für produzierenden Unternehmen oder die Steuerung von Pumpen in Pools und Freibädern. Auch eine Anwesenheitssimulation in Wohnhäusern ist mit Hilfe von einer Zeitschaltuhr möglich. Weitere Anwendungsbereiche sind die Steuerungen für Abtauprozesse in Kühlschränken, die Bedienung von Fütterungsautomaten für Fische oder die Tageslichtsimulation für Hühner. Nicht geeignet sind Zeitschaltuhren für sicherheitsrelevante Aufgaben wie Fluchttüren, Schließanlagen oder Brandschutzeinrichtungen.

 

Wo kann eine Zeitschaltuhr installiert werden?

So unterschiedlich der Einsatzbereich der Zeitschaltuhren ist, so verschieden sind auch ihre Einbauarten. Die klassische Zeitschaltuhr für den Privatgebrauch wird direkt zwischen Steckdose und Verbraucher verbaut. Sie ermöglicht so die gezielte Steuerung von einem Verbraucher und ist auch für den Endkunden leicht zu installieren und bedienen.

Zeitschaltuhren die auf einer DIN-Schiene bzw. im Verteilerkasten verbaut werden, dürfen nur von einer Elektrofachkraft installiert werden. Sie sind nicht für den privaten Einsatz durch ungelerntes Personal geeignet. Besonders im Bereich der Gebäude- und Elektroinstallation kommen diese Geräte zum Einsatz. Im Bereich der Anlagensteuerung in der Industrie, finden auch Schalttafeleinbaugeräte ihren Einsatzort. Es gibt zudem Unterputzschaltuhren die mit einer Unterputzschaltdose in die Wand eingesetzt werden können. Sie finden zumeist als Rolladenuhren Verwendung.

      

Welches Zubehör benötige ich für Schaltuhren?

Analoge Zeitschaltuhren benötigen kein Zubehör. Digitale Zeitschaltuhren funktionieren ebenfalls fast alle ohne Zubehör, es gibt jedoch sinnvolle Ergänzungen die einem das Leben erleichtern können. Dazu zählen beispielsweise Programmierpakete die es dem Anwender ermöglichen die Programmierung der Schaltuhr am PC oder über das Smartphone zu definieren. Über eine Software, die vom Hersteller zur Verfügung gestellt wird können dann auf einfache und übersichtliche Weise Schaltprogramme definiert und anschließend auf die Schaltuhr überspielt werden. Die Übertragung erfolgt mit einem Datenschlüssel, der an der Uhr und am PC über einen Adapter eingesteckt werden kann. Die Schnittstelle zum Smartphone erfolgt via Bluetooth.

 

Eine weitere Möglichkeit ist die Übertragung der Daten direkt vom Smartphone auf die Uhr über NFC (Near Field Communication). Dabei werden in einer App, die im Playstore für Android Geräte erhältlich ist, alle Schaltprogramme erstellt und dann direkt über NFC auf die Schaltuhr überspielt. Das Smartphone wird dabei direkt über die Schaltuhr gehalten und die Daten werden in Sekundenschnelle übertragen.

Einige Schaltuhren bieten die Möglichkeit eines abziehbaren Bedienteiles. An besonders lichtarmen und unzugänglichen Installationsorten, kann das Frontteil der Schaltuhr abgenommen werden um es an einem anderen Ort zu programmieren. Es wird dann einfach wieder auf die Schaltuhr aufgesteckt. Besonders bei kleinen Displays ist diese zusätzliche Funktion sinnvoll.

 

Für einige Wochen-, Jahres- und Hauptuhren gibt es als optionales Zubehör die Funkempfänger DCF und GPS. Über Sie können Zeit und Datum automatisch und atomuhrgenau in die Uhr eingelesen werden. Außerdem können geografische Koordinaten und Sonnaufgangs- und Untergangszeiten bereitgestellt werden.